Geh durch alle Apps und schalte standardmäßig alles ab. Dann aktiviere bewusst nur das, was echte Verantwortung berührt: Kalenderalarme für Termine, Anrufe definierter Kontakte, vielleicht Systemhinweise. Lege Kategorien an, damit Töne selten und bedeutungsvoll sind, Vibrationen sparsam bleiben. Dokumentiere deine Entscheidungen und erkläre sie Menschen, die dich erreichen müssen. Transparenz schafft Vertrauen und verhindert Missverständnisse, wenn du plötzlich weniger sofort reagierst.
Nutze Zusammenfassungen, Posteingangsregeln und geplante Check-Zeiten. E-Mails um 11 und 16 Uhr, Messenger in festen Slots, soziale Feeds einmal täglich – das macht Unterschiede spürbar. Du tauschst Nervosität gegen erwartbare Rhythmen. Wenn doch etwas Dringendes auftaucht, existiert ein klarer Eskalationsweg. So entsteht ein Takt, der Konzentration schützt, aber Informationsfluss nicht blockiert. Deine Umgebung lernt, wann Antwortfenster offen sind und wann du tief arbeitest.
Definiere, was wirklich dringend ist, und lege explizite Wege fest: Anrufliste, Zweitkanal, Schlüsselwort im Betreff. Weise Kolleginnen und Kollegen darauf hin, welche Ausnahmen greifen und wie du erreichbar bist, wenn es zählt. Dadurch kannst du die übrigen Signale konsequent verzögern, ohne Angst, Wichtiges zu verpassen. Sicherheit steigt, Panik sinkt, und du erlaubst deinem Nervensystem, zwischen Alarm und Alltag klar zu unterscheiden.